Friedberg

MAKROUMGEBUNG, INFRASTRUKTUR:

Friedberg liegt etwa 30 km nördlich von Frankfurt am Main in der Wetterau. Die Stadt befindet sich etwas oberhalb der Einmündung der Usa in die Wetter. Friedberg ist der Mittelpunkt der alten Kulturregion Wetterau und der wichtigste Verkehrsknotenpunkt zwischen Frankfurt und Gießen. Von den hier zusammenlaufenden Verkehrslinien ist die wichtigste die gesamtdeutsche Nord-Süd-Hauptstrecke, die von Hamburg über Frankfurt bis in die Alpen führt. Sie existierte bereits in vorgeschichtlicher Zeit, war im Mittelalter eine wichtige Handelsstraße und besteht heute in Form der Autobahn A5, der Bundesstraße 3 und der Main-Weser-Bahn. Die Autobahn A5 gehört zu den wichtigsten Fernstraßen in Deutschland. In der Wetterau dient sie vor allem den Berufspendlern auf ihrem Weg in den Raum Frankfurt, in Richtung Norden ist die Universitätsstadt Gießen schnell über die A5 zu erreichen. Die A 45 kommt ebenfalls aus dem Gießener Raum und führt ins östliche Rhein-Main-Gebiet um Hanau. Seit 1978 hat Friedberg Anschluss an die S-Bahn Rhein-Main; die Linie S6 verkehrt im 20-Minuten-Takt auf der Main-Weser-Bahn nach Frankfurt.
 
Bis auf wenige Ausnahmen halten die Inter-City-Züge der Linie Hamburg – Basel in Friedberg.
 
Die Bundesstraße 3 führte jahrelang mitten durch die Friedberger Altstadt und belastete dort sowohl die Anwohner als auch die Touristen. Seit Juni 2009 ist die Umgehungsstraße um Friedberg und den Stadtteil Ockstadt unter Verkehr. Mit Eröffnung der Umgehungsstraße verläuft die B3 nicht mehr durch die Altstadt sondern westlich von Friedberg und östlich vom Stadtteil Ockstadt. Sie nimmt auch den Verkehr der B 455 auf, welche früher von Rosbach kommend durch die Altstadt verlief und die Stadt im Norden wieder verließ. Einzige im Stadtgebiet verbliebende Fernstraße ist die B 275 welche vom Taunus in den Vogelsberg führt und die Stadt in Ost-West-Richtung durchquert. Auch die B275 nutzt jedoch Teile der Umgehungsstraße um in Richtung Bad Nauheim zu verlaufen.
 
Heute ist Friedberg kultureller Mittelpunkt der Wetterau mit vielen weiterbildenden Schulen, wie der Augustinerschule (gegr. 1543 vom Rat der Stadt, Anstellung des ersten Lehrers auf Empfehlung Philipp Melanchthons), der Henry-Benrath-Schule, dem Burggymnasium, der Johann-Philipp-Reis Schule (Berufliche Schule des Landes Hessen, mit Oberstufe) und einer Fachhochschule. Der Adolfsturm, ein 58 m hoher Bergfried, ist heute Wahrzeichen der Stadt. In der Judengasse befindet sich ein monumentales unterirdisches Ritualbad/Mikwe von ca. 25 m Tiefe, das tiefste in Deutschland; es wurde 1260 von den gleichen Steinmetzen erbaut wie die frühgotische Hallenkirche (1260-1410). Am Ehrenmal, am heutigen Wasserturm, befindet sich das größte steinerne Stadtwappen Deutschlands (1927).
 
1958-1960 war Elvis Presley in Friedberg stationiert. Sein Wirken wurde im Wetterau-Museum gewürdigt. Zusätzlich ist ihm ein Ehrenmal am Elvis-Presley-Platz gewidmet und eine Statue auf dem neuen Kreisel am Ortseingang aus Richtung Oberwöllstadt erinnert an ihn.

In Friedberg findet jedes Jahr das Soundgarden Festival statt, ein Musikfestival, bei dem immer wieder namhafte Musiker und Bands auftreten.

Bild-Impressionen Friedberg

„Willkommen im Verwaltungssitz des gesamten Wetterau-Keises! Friedberg bietet in dieser Eigenschaft neben einer wunderbar erhaltenen, von Fachwerkbauten geprägten Altstadt mit Bergfried auch zahlreiche Bildungs- und Fortbildungseinrichtungen und stellt den kulturellen Mittelpunkt der Wetterau dar. Die Wohnattraktivität ist sowohl in der Kernstadt als auch den Vororten für viele Menschen stetig gestiegen, da nicht nur die vorhanden Infrastruktur umfassend, sondern die Anbindung an das Zentrum des Rhein-Main-Gebietes, vor allem Frankfurt, sehr gut ist.“

Bettina Berthes